Thüringer Bach Collegium

Thüringen wird oft als Bachland beschrieben, da der Barock-Komponist Johann Sebastian Bach (*1685 in Eisenach - †1750 in Leipzig) die ersten 30 Jahre seines Lebens in Eisenach, Arnstadt, Weimar und anderen Thüringer Städten verbrachte. Er entstammte einer Dynastie von Musikern, die zum Zeitpunkt seiner Geburt bereits seit 150 Jahren das Thüringer Musikleben prägte.

Er ist weltweit das bekannteste Mitglied der Musikerfamilie Bach. Thüringen »atmet« sozusagen Bach. Die Pflege des Bach’schen musikalischen Erbes hat in Thüringen eine lange Tradition. Obwohl seine Werke nach Bachs Tod in Vergessenheit gerieten, sind sie seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr aus der klassischen Musik wegzudenken. Davon zeugen viele Konzerte und Festivals, die ihm und seiner Musik huldigen. Bach hat auf vielen Gebieten der Musik Bahnbrechendes geschaffen und zur Weiterentwicklung musikalischer Formen und der Musiksprache beigetragen. Einige seiner Werke überschreiten den tradierten Formenkanon weit. Daher ist der Bach im Namen des neuen Ensembles nicht nur Hinweis auf die programmatische Gestaltung sondern auch Anspruch auf einen neuartigen, frischen und mitreißenden Klang.

Ein neuer Stern am Himmel für Alte Musik ging in Weimar auf und leuchtet in Arnstadt weiter. Das Thüringer Bach Collegium verlegte seinen Vereinssitz im März 2020 nach Arnstadt. Die Bachstadt erhält mit dem Orchester erstmalig nach 300 Jahren wieder einen eigenen musikalischen Botschafter.

Das Thüringer Bach Collegium spielt Werke von Johann Sebastian Bach, seinen Vorfahren (Altbachisches Archiv), seinen Söhnen und seinen Zeitgenossen in historisch informierter Aufführungspraxis auf alten Instrumenten. Geleitet wird das Ensemble von Gernot Süßmuth, dem Nachfolger Johann Sebastian Bachs als Konzertmeister der Staatskapelle Weimar. Geschäftsführer und Kontrabassist ist Christian Bergmann, der seit 18 Jahren in der Staatskapelle Weimar spielt.
Wahre Könner und Kenner mit Erfahrung und Spielfreude

Die Gründer und weitere Mitglieder des Thüringer Bach Collegiums haben langjährige Erfahrungen als Solisten und Stimmführer in großen Sinfonie- und Opernorchestern. Je nach Bedarf ergänzen freischaffende Musiker, die Experten auf dem Gebiet der alten Musik sind, das Ensemble. Dazu gehören insbesondere Spieler von Spezialinstrumenten, die nicht im klassischen Orchester gespielt werden, wie Gambe, Blockflöte, Naturhorn und Barocktrompete.

Sie alle lassen ihr Knowhow aus der Arbeit mit großen Dirigenten und Solisten einfließen. Ihr großer Erfahrungsschatz aus der Musikkultur bis hin zur zeitgenössischen Musik, kombiniert mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis, soll das aktuelle Konzert-Angebot im Bereich Alte Musik und Barockmusik ergänzen und auffrischen. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit international renommierten Dirigenten und Solisten erweitert das Spektrum des Orchesters.

Das Thüringer Bach Collegium spielt auf wertvollen historischen Streichinstrumenten, z. B. Violinen von Giovanni Grancino, beziehungsweise Kopien historischer Blasinstrumente. Die Streichinstrumente sind alle um die 300 Jahre alt. Sie sind also schon zu Lebzeiten Johann Sebastian Bachs gespielt und gehört worden.


Mitglieder
    Dagmar Spengler-Süßmuth (Violoncello)
    Gernot Süßmuth (Violine)
    Christian Bergmann (Kontrabass)
    Alexandre Castro-Balbi (Violoncello)
    Jörg Reddin (Orgel/Cembalo)
    Jonathan Kliegel (Viola)
    David Castro-Balbi (Violine)
    Irina Zwiener (Violine)
    Raphael Hevicke (Violine)
    Jürgen Karwath (Violine/Viola)
    Frank Forst (Fagott)
    Rupprecht Johannes Drees (Trompete)

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